![]() |
Die Zwiebel wurde
Kultiviert: Seit 6000 Jahren
Herkunft: Zentralasien
Familie: Liliengewächse
Verwandtschaft: Spargel, Knoblauch, Porree, Schnittlauch, Bärlauch
Hoher Zuckergehalt, Kalium, Calcium, Phosphor, Magnesium, Vitamin B6, C und Niacin; ätherisches Öl: Alliin und Allicin
Wissenswertes:
Die Küchenzwiebel gehört zu den vielseitigsten Gemüsearten. Man kann sie roh im Salat essen, sie kochen, dämpfen, dünsten, braten, auf verschiedene Weise sauer einlegen oder Speisen mit ihr verfeinern und würzen. Produkte aus getrockneten Zwiebeln sind als Würze für Suppen und Eintopfgerichte beliebt. Die Pflanze enthält flüchtige Schwefelöle, die ihr den charakteristischen scharfwürzigen Geschmack verleihen. Ein Bestandteil dieser Öle löst sich leicht in Wasser und wird dadurch zur Schwefelsäure; findet diese chemische Reaktion in der Tränenflüssigkeit statt, die das Auge bedeckt, so muss man „weinen”.
Zwiebeln werden in allen Ländern der Welt angebaut, vornehmlich jedoch in den wärmeren Gebieten der Subtropen und der gemäßigten Klimazone. Große Anbauflächen befinden sich in Ostasien, Italien, Frankreich, Spanien, Griechenland, Ägypten, Australien, Tasmanien, Neuseeland und Chile. Da bei uns nur ein Drittel des Zwiebelkonsums eigenerzeugt wird, kommen Einfuhren vor allem aus den Niederlanden, Spanien, Polen und Italien hinzu. Das Angebot ist ganzjährig. Die Zwiebel ist eine der ältesten Kulturpflanzen überhaupt und zählt noch heute zu den wichtigsten Gemüsearten und Heilpflanzen. Botanisch gesehen, ist die Zwiebel ein unterirdischer Spross, auf deren eine Scheibe bildender Achse dicht aufeinander fleischig verdickte Blätter oder Schalen angeordnet sind. Ihr Durchmesser reicht bis zu 10 cm bei platter, runder oder ovaler Form. Außen ist sie von gelben oder braunen Häuten umgeben.
![]() |
![]() |
Aus Italien und den Balkanländern stammen die Roten Zwiebeln. Ihre Schale ist rot bis bläulich. Im Geschmack sind sie mild-würzig, weniger scharf als andere Typen, sie sind zugleich süß und verhalten scharf.
Die Gemüsezwiebel ist eine aus Spanien stammende Abart der Speisezwiebel. Sie ist besonders groß, hat eine goldbraune
bis kupferfarbene Schale und ein weißes, saftiges Fleisch, das sehr mild und leicht süßlich schmeckt.
Die früher als eigenständige Art betrachtete Schalotte zählt man heute zu den Speisezwiebeln. Die Zwiebeln der 1,50 m hohen Pflanze sind umhüllt von einigen rötlich-braunen Schalen, die Einzelbulben beinhalten, die die Hüllblätter sprengen. Schalotten sind die feinsten aller Zwiebelarten.
Bei allen Sorten besonders hervorzuheben ist der hohe Gehalt an Zucker von 7 - 8 % der Frischsubstanz. Zwiebeln enthalten außerdem bis 90 % Wasser, Eiweiß, wenig Fett, Calcium, Schwefel, Fluor, Provitamin A und die Vitamine B1, B2, B6, E und C. Verantwortlich für den würzigen Geruch und Geschmack ist der Gehalt an ätherischen Ölen sowie an dem stechend riechenden Allicin und anderen organischen Sulfiden, die uns die Tränen in die Augen treiben. Zwiebeln wirken appetitanregend, verdauungsfördernd, harntreibend und blutzuckersenkend. Zwiebeln zählt man zu den pflanzlichen Antibiotika, da sie eine keimhemmende und -tötende Wirkung auf die Flora der Mundhöhle und des Verdauungstraktes ausüben.
Die Zwiebel gilt als die "heimliche Königin" der Küche. Als Gewürz macht sie jedes Gericht schmackhafter. Die Verwendungsmöglichkeiten für Zwiebeln sind zahlreich: zu allen möglichen Salaten, als Zwiebelsoße, für gekochte, geschmorte und gebratene Fleischgerichte, Zwiebelringe fritiert oder geröstet, Zwiebelauflauf, Zwiebel-Eierkuchen ... Zwiebeln sind wahre Alleskönner!