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Bereits vor 6.ooo Jahren wurde im heutigen Mexiko Mais angebaut. Aus ihm ist vor etwa 15o Jahren Zuckermais entstanden.
Kultiviert: Seit den Inkas und Azteken
Herkunft: Südamerika
Familie: Gräser
Verwandtschaft: Hirse und Zuckerrohr; alle Getreidearten
Charakter: Kalium, Phosphor, Magnesium, Vitamin B1, B2, B6, Niacin, hoher Anteil an Zuckern und Ballaststoffen
Harntreibend wirken und die Gallensekretion stimulieren.
Wissenswertes:
Zuckermais ist jene Maissorte, die in den USA im Allgemeinen als Gemüse für den menschlichen Verzehr angebaut wird. Der vom Zuckermais produzierte Zucker wird während des Wachstums nicht in Stärke umgewandelt wie bei den anderen Sorten. Wenn man die Pflanze ausreifen lässt, sind ihre Samen in charakteristischer Weise runzelig. Die Samenkörner des Maises werden zu Maisöl (siehe Fette und Öle) gepresst, das zum Kochen, als Salatöl und in verfestigter Form als Margarine Verwendung findet; weiterhin wird es zur Herstellung von Farben, Seifen und Linoleum genutzt. Die Suche nach alternativen Energiequellen hat die Aufmerksamkeit auch auf Mais als Brennstoff gelenkt. Durch seinen hohen Zuckergehalt wird er zu Alkohol verarbeitet, um diesen zusammen mit Benzin als Gasohol zu verwenden. Außerdem eignen sich die trockenen Stängel möglicherweise zur Gewinnung von Biomasse, die als Brennstoff geeignet ist.
Das Hauptanbauland für Zuckermais sind heute immer noch die USA. Größere Bedeutung hat der Anbau von Zuckermais auch in Frankreich, Spanien, Israel, England und in den Niederlanden. Nach Deutschland gelangte Zuckermais erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Die begrenzte heimische Produktion wird von Juli bis November geerntet und durch Importe aus Frankreich, Italien, Spanien, Israel und den USA unterstützt. Der längliche Kolben des Zuckermaises ist dicht mit hellgelben, zarten Körnern besetzt. Die Kolben sind eingehüllt in schilfgrüne Blätter. Die saftigen Körner schmecken deutlich süß und aromatisch.
Frischer Zuckermais ist eines der gehaltvollsten Gemüse und gilt auch als Diätnahrungsmittel. Die Körner enthalten in bestausgewogener Dosierung Kohlenhydrate, Eiweiß, Kalium, Phosphor, Magnesium sowie Provitamin A und die Vitamine B1, B2, B3, B6 und C. Außerdem enthält Zuckermais – deshalb der Name – Zucker, neben Glucose und Fructose hauptsächlich Saccharose.
Der Prozess der Umwandlung von Zucker in Stärke verläuft beim Zuckermais verlangsamt ab, deshalb schmeckt er so süß. Natürlich kann man Zuckermaiskörner roh essen; üblicher jedoch ist es, sie zu kochen, zu dünsten oder zu grillen. Besonders lecker ist es, den Maiskolben ca. 15 Minuten in Wasser mit einer Prise Zucker zu kochen, mit Butter zu bestreichen, zu salzen und dann die Körner vom Kolben abzuknabbern. Oder es werden die Körner vom garen Zuckermaiskolben abgestreift und in geschmolzener Butter geschwenkt, gewürzt und als Gemüsebeilage serviert.
Foto:Maren Beßler/pixelio