Cardy-Anbau spielt in Spanien, Frankreich, Italien und den USA noch eine Rolle. Am Markt ist Cardy dann, wenn das Angebot an frischem Gemüse im Herbst geringer wird, also von Ende September bis Ende Dezember. Importe kommen dann aus diesen Ländern.
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Botanisch ist Cardy mit der Artischocke verwandt. Die 100-150 cm hoch werdende Pflanze entwickelt eine Rosette von Blättern mit langen silbrig-grau-grünen, bleichsellerieähnlichen Blattstielen. Diese schmecken leicht bitter, nussartig und würzig. Wie die Artischocke enthält Cardy den Bitterstoff Cynarin. Dieser regt die Tätigkeit der innersekretorischen Drüsen, insbesondere der Galle, an und fördert die Verdauung. Außerdem ist im Cardy Insulin enthalten, das ihn für Zuckerkranke gut verträglich macht. Bleibt noch sein Vitamin C-Gehalt zu erwähnen.
Vom Cardy verzehrt man die Blattstiele. Darin ist er dem Bleichsellerie, dem Fenchel und Spargel ähnlich. Die Rezeptmöglichkeiten sind vielfältig. Empfehlenswert ist die Verwendung als schmackhafte Beilage zu Fleischgerichten oder als Bestandteil eines Gemüsetopfes.