
Der Staudensellerie oder auch Bleichsellerie wurde
Kultiviert: Seit dem 16. Jahrhundert
Herkunft: Italien
Familie: Doldenblütler
Verwandtschaft: Karotte, Petersilie, Fenchel, Dille, Koriander, Liebstöckel
Reich an Natrium, Kalium, Calcium, Phosphor, Provitamin A, B-Vitamine, ätherisches Öl (Limonen, Phtaliden, Selinen), Cumarine, Flavonoide
Entwässernd und belebend wirken; Meine Samen wirken harntreibend.
Wissenswertes
Man unterscheidet als wichtigste Formen den so genannten Knollensellerie und den Stangen- oder Bleichsellerie. Bei ersterem sind die Knollen fleischig und stark angeschwollen, sie werden gedünstet und vorwiegend als Salat oder Gemüse verwendet. Beim Stangensellerie benützt man dagegen die etwa 30 bis 75 Zentimeter langen Stängel, die man sowohl roh als auch gekocht essen kann. Im Sonnenlicht sind die Stiele grünlich und schmecken leicht bitter. Oft werden sie daher während der Reifephase eigens gebleicht, doch gibt es auch selbstbleichende Sorten. Die Bleichung nimmt den Stängeln den bitteren Geschmack, leider aber auch einige ihrer Vitamine.Bleichsellerie/Staudensellerie Hauptanbauländer von Bleichsellerie in Europa sind Italien, Spanien, Großbritannien und Frankreich. Unsere Ernte geht von Anfang Juli bis Anfang November. In den restlichen Monaten erreichen uns Importe aus Israel, Italien, Spanien, Großbritannien und den Niederlanden.
Im Gegensatz zum Knollensellerie bildet der Bleichsellerienur schwach angedeutete Knollen aus. Die Pflanze wird 60-70 cm hoch. Die bis zu 4 cm breit werdenden zarten Blattstiele oder Blattscheiden sind weiß, gelblich, mitunter auch rot oder violett gestreift. Der Geschmack des Bleichselleries ist angenehm würzig, milder als der des Knollenselleries, aber doch typisch sellerieartig.
Die Inhaltsstoffe sind dieselben wie beim Knollensellerie: ätherische Öle, die den typischen würzigen Geschmack und Geruch bewirken, die Mineralstoffe Eisen und Calcium sowie Provitamin A und die Vitamine E, B1, B2, B12 (Niacin) und C.
Bleichsellerie regt den Kreislauf, den Stoffwechsel und die Säurebildung im Magen an. Zudem fördert Bleichsellerie die Entwässerung und wirkt allgemein belebend. Bleichsellerie wird roh verzehrt oder geschmort, gedünstet, gekocht oder überbacken. Ob als Cocktailbissen oder zu kalten Platten, zu Käse oder Fischdelikatessen, als Rohkost oder als Salat - Bleichsellerie ist immer ein leicht verdaulicher Genuss.
Foto:wrw/pixelio