Was sind Bambussprossen ...

Bambussprossen gehören zu der botanischen Familie der Gräser (bot.: Gramineae, Poaceae). Innerhalb der Familie der Gräser bilden die Bambusgräser eine bedeutende Unterfamilie mit 45 Gattungen und 200 Arten.
Die Heimat der Bambusgräser liegt in den tropischen Gebieten Ostasiens. In ihren Anbauländern China, Japan, Korea, Indonesien, Thailand, Indien, den Philippinen und Südamerika stellen sie eine wichtige Größe mit volkswirtschaftlichem Wert dar. Einerseits werden Bambusgräser als Rohstoff für Möbel, Haushalts- und Küchengeräte (z.B. Ess-Stäbchen), Musikinstrumente und Papier verwendet. Anderseits werden die tropischen Gräser als Gemüse (Bambussprossen) angebaut.

Die kurzen, spitz zulaufenden Sprossen werden ca. 30 cm lang, erreichen einen Durchmesser von etwa 7 cm und wiegen durchschnittlich 150 bis 200 Gramm. Die sie umhüllenden, spitzen, hellbraunen, eierförmigen Niederblätter liegen schuppenförmig um die leicht gestauchte Sprossachse.

 

Verwendungszweck

Um den essbaren, fast hellgelben Sprossansatz küchenfertig zu machen, bedarf es allerdings noch einiges an Geschick und Arbeit. Zuerst müssen die Niederblätter entfernt werden, dazu schneidet man die Spross-Spitze ab und ritzt die Blätter längs der Sprossachse auf. So lassen sich die Blätter leicht abpellen. Der Sprossansatz wird dann, je nach Rezept in Stücke geschnitten und bissfest gekocht. Bambussprossen müssen gekocht werden! Sie eignen sich nicht für Rohkostsalate. Rohe Sprossen enthalten Blausäureglykosid, welches sich nur durch Kochen unschädlich machen lässt.

Tipp: Mitgekochte Chilischoten entziehen den Bambussprossen die Bitterstoffe, die bei einigen Sorten unangenehm herausschmecken.

Bambussprossen ergeben gedünstet oder gekocht ein feines, spargelähnliches Gemüse, welches hauptsächlich zu Reisgerichten gegessen wird. In Indien werden Bambussprossen gerne schlicht mit Essig und Öl zu Salaten zubereitet oder als Essiggemüse mit reichlich scharfen Gewürzen eingelegt. Die eingelegten Bambussprossen werden Achia oder Atchia genannt.

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