Die Aubergine gehört zu der botanischen Familie der Nachtschattengewächse (bot.: Solanaceae). Sie ist einFruchtgemüse. Die aus Indien stammende und in ganz Asien weit verbreitete Aubergine, ist aus botanischer Sicht eine Beere.
Sie benötigt für ihr Wachstum sehr warme klimatische Bedingungen.
Am liebsten sind ihr Temperaturen zwischen 25°C und 30°C. So ist es nicht verwunderlich, dass die Auberginen in Deutschland nur in Gewächshäusern gedeihen. In südeuropäischen Ländern, wie Italien, wo die Eierfrucht schon seit Mitte des 16. Jahrhunderts bekannt ist und angebaut wird, wächst sie vorwiegend im Freien. Dort und in Asien im Besonderen ist die Angebotsvielfalt unüberschaubar groß. Auf Grund ihres hohen Sonnen- und Wärmebedarfs werden Auberginen vorwiegend im südlichen Mittelmeerraum und in fast allen tropischen und subtropischen Klimazonen angebaut. Außer durch die noch junge heimische Produktion von Juli bis Oktober werden wir durch Importe aus Italien, Spanien, der Türkei, Israel und den Niederlanden ganzjährig mit Auberginen beliefert. Bei uns in Deutschland beherrschen die dunkel-violetten, länglich-ovalen Auberginen den Markt. In Asien dagegen gibt es gelbe, grüne, weiße, orangerote und sogar grün-weiß-marmorierte Auberginen.
Die bei uns angebotenen Auberginen sind überwiegend rundoval mit glatter, glänzender, dunkelvioletter Oberfläche. Das weißliche bis cremefarbene Fruchtfleisch enthält zahlreiche winzige, essbare Kerne. Die Aubergine ist von mildem Geschmack und pikantem Aroma. Die Aubergine besteht größtenteils aus Wasser; im Wesentlichen enthält sie außerdem die Mineralstoffe Calcium und Eisen sowie die Vitamine der B-Gruppe und C. Erstaunliche Eigenschaften werden der Aubergine zugeschrieben: Sie soll heilend wirken bei Rheuma, Ischias und Nierenleiden; der Gemüsesaft fördert die Gallensekretion und senkt den Cholesterinspiegel des Blutes; die Aubergine gilt als ideale Kost für Diabetiker. Auberginen eignen sich nicht zum Rohverzehr. Aber gegrillt oder gebraten, geschmort, gedünstet, gefüllt, in Aufläufen oder Eintöpfen, allein und vor allem mit anderen Gemüsen wie z.B. Tomaten, Paprika, Zwiebeln etc. bieten Auberginen unendlich viele leckere und abwechslungsreiche Zubereitungsmöglichkeiten
So wie die Farbenvielfalt ist auch die Form der Eierfrucht enorm groß. Es gibt die Beerenfrucht gurkenförmig, länglich, kugelig, keulenförmig, tropfenförmig und schlangenförmig mit bis zu einem Meter Länge oder eierförmig. Diese Form ist namengebend für den Begriff Eierfrucht. Ihr Fruchtfleisch ist immer weiß. Bei den weißen Auberginen ist die Haut wegen fehlender Farbstoffe transparent. Bei ihnen schimmert das weiße Fruchtfleisch durch die Haut. Wenn das Fruchtfleisch braune Flecken aufweist, ist die Frucht entweder zu lange gelagert worden oder sie ist überreif. Noch nicht reife Auberginen enthalten, wie die Tomaten das Alkaloid Sohlahnin. Sie sollten darum nicht roh gegessen werden. Durch Erhitzen verflüchtigt sich das Sohlahnin.
Verwendungszweck
Weiße Mini-Aubergine:
Eine kleine ovale, weiße Aubergine mit etwa 6 bis 10 cm Länge und einem Durchmesser von 3 bis 4 cm. Sie ist noch relativ neu auf dem Markt und ähnelt einem Ei.
Die Weiße Mini-Aubergine ist eine außergewöhnliche, exklusive Gemüseart, die besonders für Single-Haushalte vorteilhaft ist. Sie ist leicht zu verarbeiten und aufgrund ihrer Größe auf einmal zu konsumieren. Wegen ihrer originellen Form und Farbe eignet sie sich auch perfekt für Dekorationszwecke. Man sollte sie nie roh verzehren sondern nur gekocht, geschmort, gegrillt oder frittiert. Sie lassen sich gut mit anderen Gemüse und Kräutern kombinieren
Foto:Michael Finger/pixelio