Basilikum wurde
Kultiviert: Seit langer Zeit in Indien, seit mehreren hundert Jahren auch in Europa
Herkunft: Indien
Familie: Lippenblütler
Verwandtschaft: Rosmarin, Salbei, Thymian, Zitronenmelisse, Oregano, Pfefferminze, Majoran, Bohnenkraut
Reich an Ätherisches Öl: Estragol, Linalool, Cineol, Campher, Eugenol; Gerbstoffe, Flavonoide (Quercetin), Kaffeesäure, Äsculosid
Als Magenmittel Blähungen und Völlegefühl verhindern. Appetit und Milchsekretion anregen.
Geschmack und Verwendung in der Küche:
kräftig würziger warmer Duft und Geschmack, für Salate, Tomatengerichte, Pasta und Pizza, Kräuteröle, und -essige, für Pesto usw., niemals mitkochen! Basilikum hat ein komplex süßes, würziges Aroma mit Nelken- und Anisnoten. Das Blatt schmeckt mild, pfefferartig und etwas nach Nelken mit Minze- und Anis- Untertönen. Basilikum verträgt sich gut mit Johannisbeeren. Aromatisiert man Purpur Basilikum mit Essig , färbt sich diese blasrosa.
Purpur - Basilikum, Buschbasilikum, Zitronen-Basilikum und rund 60 weitere Arten schmecken ähnlich.
Passt zu Aubergienen, Eiern Erbsen, grünen Bohnen, Kartoffeln, Mozarella, Oliven, Pasta, Pizza, Reis, Sahnequark, Tomaten, Zitrone, Zucchini oder Zuckermais.
Harmoniert mit Kapern, Knoblauch, Koriander, Majoran, Minze, Oregano, Petersilie, Rosmarin, Schnittlauch und Thymian.
Wirkungsweise:
krampflösend, verdauungsfördernd, blähungstreibend
Wissenswertes:
Basilikum zählt zu den bekanntesten und beliebtesten mediterranen Gewürzkräutern. Es gibt mittlerweile viele Varianten dieser Art: unterschiedliche Blatt- Wuchsformen, rotblättrige Sorten, Sorten mit zitronigen oder anisähnlichen Aromen. Sie alle sind sehr vielseitig in der Küche verwendbar. Gewöhnliches Basilikum wird schwarz, behält aber seinen Geschmack, wenn man es in Tomatensauce oder Flüssigkeit mitkocht.
"Basilikum" leitet sich aus dem griechischem ab und bedeutet "königlich". In Indien galt es als heilig und wurde bei religiösen Zeremonien verwendet.
Tipp:
Basilikum ergibt ein raffiniertes Geflügelgewürz: Man kombiniert hierfür weiche Butter mit gehacktem Basilikum, Knoblach, geriebener Zitronenschale uns Semmelbröseln und schiebt die Mischung vor dem Braten unter die Haut des Hühnchens oder deren Teile. Das Kraut passt zu Fisch und Meeresfrüchten, besonders zu Hummer und Jakobsmuscheln, aber auch zu gebratenem Kalb und Lamm.
Weitere Basilikumarten sind z.B.
Purple Ruffles
Eine dekorative Sorte, sie besitzt große, glänzende, bräunlich violette Blätter mit gekräuseltem Rand und rosa Blüten. Das angenehme Aroma erinnert Lakritze.
Busch Basilikum
Das griechische Busch Basilikum wächst zu einem dichten Strauch mit kleinen Blättern, weißen Blüten und einem pfeffrigen Aroma heran. Es lässt sich gut im Topf ziehen. Durch sein intensives Aroma kann man hervorragend Pesto daraus machen.
Cinnamon
Bei dieser Sorte aus Mexiko sind die Blätter violett überhaucht und die Blüten rosa. Es hat einen deutlich süßen Duft mit klaren Zimtnoten, über di sich Spuren von Kampfer legen. Man kann damit Bohnen- und andere Gerichte mit Hülsenfrüchten sowie würziges pfannengerührtes Gemüse würzen.
African Blue
Die blätter sind grünviolett gesprenkelt, die Blüten sind ebenfals violett. Es duftet stark nach Pfeffer, Nelken und Minze mit einer Spur Kampfer im Hintergrund. Man verwendet es zu Reis, Gemüse und Fleisch; es würzt ebenso einen Kartoffelsalat sehr gut und ergibt ein ebenso köstliches Pesto.
Salatblättriges Basilikum
Dieses Basilikum trägt große, weiche, runzlige Blätter mit einer weichen Textur und ist vor allem in Süditalien beliebt. Es passt ausgezeichnetin vershiedene Salate und ergibt grob gehackt und mit Tomatenconcasee und Olivenöl gemischt, ein Pasta-Dressing.
Asiatische Basilikum
Es gibt ebenso viele asiatische Arten wie europäische. Einige werden bereits in heimischen Gärtnereien gezogen. Der Geschmack unterscheidet sich im wesentlichen von den Ursprünglichen Sorten, da sich die ätherischen Öle anders zusammensetzen.
Arten sind z. B.
Thai - Basilikum
Dieses hat ein schweres, süßlich pfeffriges Aroma, das von ausgeprägten Anisnoten und einem angenehmen, langsam abklingenden Anis- und Lakritzaroma begleitet wird.
Anis - Basilikum
Es hat violett geäderte Blätter, eine rötlichen Stängel, rosa Blüten und ein angenehmes Anis- und Lakritzaroma. Es wird wie Thalbasilikum verwendet.
Rotes Tulsi
Es ist intensiv aromatisch mit einer würzigen, süßen Schärfe, Spuren von Minze und Kampfer sowie einem Hauch von Moschus. Als Ersatz bietet sich hier - einfaches Basilikum mit ein paar Minzeblättern an. Das Aroma verstärkt sich durchs Kochen, roh schmeckt es etwas bitter. Es findet Verwendung für das klassische Thai Huhn Gericht mit Chilis und Basilikum.
Zitronen - Basilikum
Dieses kompakte Kraut hat einen zitronenartigen Duft. In Indonesien wird es mit Fisch und Meeresfrüchten gebraten. Man gibt es in Salate oder streut es über gedünstete Jakobsmuscheln, gegrillten Fisch oder Kebabs.
Thai - Zitronenbasilikum
Es verströhmt ein attraktives zitronenartiges, kampferähnliches Aroma aus und besitzt ein pfeffrigen Zitronengeschmack. In der Tahiländischen Küche wird es kurz vor dem Servieren, in Nudeln oder Fischcurrys gerühert. Die Samen kann man eingeweicht in Kokosmilch - Desserts und Erfrischungsgetränke geben.
Limonenbasilikum
Dieses Basilikum ähnelt dem Zitronenbasilikum, jedoch sind hier die Blätter etwas dunkler und das Aroma entspricht eindeutig dem von Limetten und nicht dem von Zitronen. Eignet sich sehr gut zu Salaten, Fisch und allen Meeresfrüchten.
Foto:Sonja Winzer/pixelio