
Geschmack und Verwendung von Waldmeister in der Küche:
Das noch nicht blühende Waldmeisterkraut entwickelt beim Welken seinen typischen aromatischen Duft. Dafür ist das beim Welken entweichende Cumarin verantwortlich, das aus in der frische Pflanze vorhandenen (nicht duftenden) Cumarinverbindungen entsteht. Waldmeister wird oft zur Herstellung der typischen Maibowle verwendet. Dabei sollte man darauf achten, nicht zuviel zu verwenden und das Kraut nicht zu lange ziehen zu lassen, sonst gibts Kopfschmerzen. Waldmeister ist etwas umstritten, weil sich Cumarin im Tierversuch als stark lebertoxisch herausgestellt hat. Dies soll aber nur für den übermäßigen Gebrauch gelten. Die Waldmeisterbowle ein mal im Jahr ist nach wie vor beliebt und solch geringe Konzentrationen gelten allgemein als unschädlich
Wissenswertes:
Waldmeister, Art aus der Familie der Krappgewächse. Waldmeister ist eine zehn bis 60 Zentimeter hohe Staude mit vierkantigem Stängel, an dem in Quirlen jeweils sechs bis neun stachelspitzige, lanzettliche Blätter sitzen. Die kleinen, sternförmigen weißen Blüten sind in Trugdolden angeordnet. Der Waldmeister ist vor allem in Laubwäldern verbreitet. Infolge des Inhaltsstoffes Cumarin duftet die Pflanze stark, besonders in angewelktem Zustand, und wird als Aromamittel bei der Zubereitung von Limonaden und Speiseeis verwendet.
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