Sesamöl
Wissenswertes:
Die weit verbreitete Kulturpflanze Sesam ist eine Pflanzenart der Sesamgewächse und mutmaßlich eine der ältesten Ölpflanzen der Welt. Die einjährige und krautige Pflanze kann eine Wuchshöhe von 180 Zentimetern erreichen und hat stumpfe, fein behaarte viereckige Stängel. Die weißen, braunen oder schwarzen Sesamsamen reifen in der Blütenkapsel heran, die Sesampflanze ist in Indien, Asien und Afrika heimisch. In der Stadt Aizu steht heute noch eine der letzten Sesamölpressen, die nach 5 Generationen immer noch in Benutzung ist und traditionelles Sesamöl produziert.
Herstellung:
Das typische, dunkle Sesamöl wird gewonnen, indem man die Sesamsamen vorerst in einem Holzfeuer röstet, sodass sie eine dunklere Farbe und einen intensiveren Geschmack bekommen. Anschließend wird der Sesam in einem einfachen Walzstuhl gemahlen und dann wenige Minuten gedämpft, sodass die Samen leicht befeuchtet sind und das Öl besser austreten kann. Der angefeuchtete Sesamschrot wird in eine hölzerne Pressvorrichtung gefüllt, in jener ein Filter aus Reispapier eingebaut ist. Nach der Pressung wird das Öl ohne Zusatz von Konservierungsmitteln sofort in Flaschen abgefüllt und steht zum Verzehr bereit. Aus einer Tonne Sesamkörner können etwa 300 Liter Sesamöl produziert werden.
Einsatz und Eigenschaften:
Sesamöl wird hauptsächlich verzehrt, jedoch wird es auch für therapeutische Zwecke verwendet. Sesamöl eignet sich gut zum Würzen von Salaten und schon fertigen Speisen, es kann jedoch auch mitgebraten werden. Dabei besteht jedoch die Gefahr, dass das Öl überhitzt wird und bitter werden könnte. Außerdem dienen Sesamkörner und ihr Öl zur Verfeinerung von Backwaren. Das nussartige Aroma des Öls lässt sich besonders gut zu Fischgerichten servieren.